Unser Ziel

Psychische Erkrankungen sind häufig und auch behandelbar, aber Scham und Angst vor Stigmatisierung können verhindern, dass Betroffene die nötige Hilfe und Unterstützung aufsuchen.  It Gets Brighter bietet jedem – sowohl denen, die selbst erfahren haben, was es heißt an einer psychischen Erkrankung zu leiden, als auch jenen, die als Angehörige eine Person mit einer psychischen Erkrankung begleitet haben – die Möglichkeit offen über eigene Erfahrungen zu sprechen und anderen Mut zu machen, dass es auch wieder einen Lichtblick geben wird – nach dem Motto: „It Gets Brighter“.

Wenn Du selbst eine psychische Krise erlebt hast, hoffen wir, dass Du die Möglichkeit nutzen wirst, einen Beitrag zu verfassen. Du kannst Deine persönliche Geschichte erzählen: Was war für Dich der Lichtblick und wie hat sich Deine Welt wieder zum Positiven gewandelt? Alternativ kannst Du Betroffenen auch einfach sagen, dass Du sie verstehst und sie unterstützst, und ihnen mit dieser Nachricht Hoffnung vermitteln. Wir glauben, dass es wichtig ist, die eigenen Gedanken offen auszusprechen anstatt sie zu verdrängen. Wir wollen dadurch dazu beitragen, dass sich die Betroffenen nicht als durch ihre psychische Erkrankung definiert verstehen. Zusammen können wir zeigen, dass eine psychische Erkrankung im Sinne einer Krise auch der Schlüssel zur Stärkung der seelischen Gesundheit sein kann.

 

(1) Was ist die It Gets Brighter Initiative?

Psychische Störungen gehören zu den häufigsten Störungen weltweit. Jeder Vierte wird im Leben an einer psychischen Störung wie Depression, Schizophrenie oder Anorexie erkranken. Dennoch sind psychische Erkrankungen weiterhin ein unbeliebtes Gesprächsthema. Das wollen wir ändern! Die It Gets Brighter Initiative möchte gegen die Stigmatisierung von psychischen Erkrankungen und die Diskriminierung von Betroffenen vorgehen und Erkrankte wissen lassen, dass sie nicht allein sind.

Es ist ermutigend zu wissen, dass es immer Lichtblicke gibt – und wir glauben, dass es unerlässlich ist, von Betroffenen und Angehörigen zu hören, was ihre Erfahrungen sind und was ihnen im Umgang mit ihrer psychischen Erkrankung geholfen hat.

(2) Welche Auswirkungen hat Stigmatisierung?

Psychische Erkrankungen sind an sich bereits sehr belastend. Dazu kommt die Scham, mit der Familie, Freunden oder Bekannten über die eigenen Gefühle zu sprechen und die Angst vor Stigmatisierung. Obwohl psychische Erkrankungen einen Menschen nicht definieren, besteht die Angst bei vielen, dass sie von anderen nach einem offenen Gespräch über eine persönliche psychische Krise verurteilt werden. Nur wenn unsere Gesellschaft die Bereitschaft entwickelt, offen mit diesem Thema umzugehen, werden Betroffene sich verstanden fühlen und einen nieder-schwelligen Einstieg in die Versorgungssysteme finden, die ihnen Hilfe und Unterstützung bieten. Wenn wir es schaffen, uns für die eigene seelische Gesundheit zu sensibilisieren und unsere Angehörigen in schweren Zeiten zu unterstützen, dann wird die Welt für uns alle heller werden – It Gets Brighter.

(3) Warum heller oder brighter

Wir wissen, dass psychische Erkrankungen mit starkem Leiden einhergehen und oft lebensbedrohliche Erkrankungen darstellen. Nichtsdestotrotz möchten wir betonen, dass eine positive Entwicklung und seelische Genesung möglich sind, wenn unterstützende Angebote und Behandlungen in Anspruch genommen werden – in Abwesenheit von Stigmatisierung und Tabuisierung. Wir haben den Satz „It Gets Brighter“ – „Es gibt einen Lichtblick“ – bewusst gewählt: Wir wollen die Wahrnehmung vieler Betroffener kontrastieren und deshalb über Lichtblicke und Hoffnung sprechen.